Weihnachten: Dreifacher Countdown

Der Countdown zum Weihnachtsfest hat heute wieder begonnen und damit wir die Feiertage nicht verpassen haben wir natürlich einen Adventkalender… beziehungsweise drei davon. Normalerweise sind wir nicht so überschwänglich bei diesen Dingen, aber unser kürzlich gekaufter Plotter hat wohl unsere Fantasien angeregt. Dieser Post könnte also gleichwohl eine Werbung für Cricut sein – leider bekommen wir aber kein Geld dafür (Schade eigentlich ;)). Trotzdem möchte ich euch gern zeigen, warum in den letzten Tagen der Haushalt liegengeblieben ist.

Polaroid-Adventkalender

Angefangen hat alles mit dem Adventkalender, den ich für meinen Mann gemacht habe. Mit dem hab ich sogar zeitig begonnen. Beim Durchstöbern der Fotos dieses Jahres ist mir aufgefallen, an wie viele der gemachten Schnappschüsse ich mich schon gar nicht erinnern kann. Deswegen habe ich 24 der schönsten festgehaltenen Momente zu einem Foto-Adventkalender verarbeitet.

Dazu habe ich die Fotos im Polaroidstil ausarbeiten lassen und mit Zahlen und Sternen beklebt, die ich mit unserem Cricut-Hobbyplotter aus Klebefolie ausgeschnitten habe. Besagte Folie habe ich schon seit Studienzeiten gehortet. Ich hab sie damals einfach gekauft, weil ich sie so schön fand.

Die flashigen Spiegeleffekte waren mir aber dann doch – wie soll ich sagen – „optisch zu laut“, als dass ich lange Zeit eine wirklich gute Verwendung dafür gefunden hätte. Aber für dieses Projekt ist die Folie wirklich prä­de­s­ti­niert! Sie schimmert in allen Farben des Regenbogens. Noch viel schöner als auf dem Foto zu erkennen. Und zur Weihnachtszeit darf es sogar bei mir ein bisschen Schimmer und Glitzer sein.

Jeden Tag wird dann ein Foto umgedreht. Meiner Meinung eignet sich dieses Retro-Fotoformat auch super um die weniger professionellen Aufnahmen vom Computer in die „echte Welt“ zu bringen. Für schöne, plakative Fotos findet man ja schnell mal Platz und es ist klar, dass die im Fotoalbum/-buch landen, aber oft war bei den schönen, lustigen, berührenden Momenten eben nur ein Handy in der Nähe… und das Licht war schlecht… und die Frisur hat auch nicht gesessen. Ich finde das diese Imperfektion mit dem Polaroidstil super zusammenpasst. Gerade durch sie wird das Polaroid erst richtig authentisch.

Adventkalenderstadt

Auch für Mattias wollte ich dieses Jahr einen Adventkalender basteln. Ich hab mir ca. eine Million Ideen auf Pinterest angesehen, bevor ich durch Zufall auf anderen Wegen auf die Adventkalenderstadt von Hazel Fisher gestoßen bin, die man in ihrem Etsy-Shop als Vorlage zum Ausmalen kaufen kann. Es war Liebe auf den ersten Blick.

Die Details sind einfach so niedlich und jedes Häuschen sieht anders aus. Es musste also dieser Adventkalender werden und natürlich wollte ich die Häuser nicht mit der Hand ausschneiden und zum Falzen einkerben. Dafür haben wir ja jetzt eine Maschine. Ich sag nur: Blutige Anfänger… aber mit Hirnschmalz und Probieren haben wir’s geschafft. Naja, mein Mann eigentlich. Der hat auch alle Häuschen pipifein zusammengeklebt.

Ich hingegen hab gemalt wie eine Böse. So viel Stift haben meine Finger schon seit der Deutsch-Matura nicht mehr erlebt. Die Sehnenscheiden waren hart am Limit! Es war eine schöne Abwechslung mal wieder mit analogen Buntstiften zu arbeiten, aber elf Abende, drei Papiersorten und 24 Häuser später war ich dann auch froh fertig zu sein.

Für das richtige Ambiente hab ich dann auch noch schnell Schnee, Wald und Berge für’s Regal designt und meinen Mann plotten lassen. Am 1. Dezember um zwei Uhr früh war er dann auch fertig. Puh, das ist sich gerade noch so ausgegangen… und auch nur weil mein Mann mir so viel geholfen hat. Also wenn ihr das gemütlich machen wollt, fangt am besten im Sommer an ;).

Ein Elch steht im Walde

Mein Mann war aber nicht nur am Adventkalender für Mattias fleißig am Werken, sondern er hat auch mir einen Countdown für’s Weihnachtsfest entworfen und umgesetzt. Ein papierener Winterwald ziert jetzt das Regal über meinen Schreibtisch.

Die Plastiktierchen die wir zuhause haben sind leider ausschließlich Bauernhoftiere und die haben im Winterwald doch ziemlich stimmungslos gewirkt. Eine Kuh, die nicht im Stall oder auf der Weide steht, sieht einfach nur aus als ob sie sich verlaufen hätte. Jetzt hab ich den Korkelch einziehen lassen, der vor einigen Jahren mal bei einer Ikea-Postwurfsendung dabei war. Der passt zumindest vom Abstraktionsgrad wunderbar dazu.

Giedrius hat natürlich alles perfektens zusammengeklebt. Wenn er das macht, drückt es da nirgends den Kleber heraus und die Kanten sind immer komplett parallel. Er bastelt auf einem einschüchternd professionellen Level. Er hat sogar noch extra transparente Klebepunkte ausgeschnitten um die Bäumchen sicher zu verschließen. Auf dem Foto unten kann man das bei Baum Nummer eins ganz gut erkennen. Jetzt fürchte ich jeden Tag, dass ich so ein Meisterwerk ungeschickter weise zerstöre, wenn ich versuche an das genüssliche Innere zu gelangen.

Jetzt fehlt zum perfekten Vorweihnachtsglück nur noch der Adventkranz. Wie jedes Jahr fehlt mir dazu die große Lust zum Machen oder Kaufen, ganz ohne will ich auch nicht. Ich hoffe, ich bringe bis morgen noch etwas ansehnliches zustande. Wie läutet ihr Weihnachten ein? Hat euch auch jemand mit einem Adventkalender bedacht oder ist das bei euch nur was für Kinder? Bastelt ihr ihn selber oder kauft ihr lieber einen? Mit Schokolade, oder ohne?

SaveSave

SaveSave

SaveSaveSaveSave

SaveSaveSaveSave

About

2 comments

  1. Soo schöne Adventkalender <3 Da habt ihr euch wirklich einiges an Arbeit angetan, die sich aber gelohnt hat!
    Ich bastel auch jedes Jahr einen Kalender für meinen Mann. Nicht so professionell, aber dafür jedes Jahr etwas anderes.
    Diesmal war es in russischer Puppenversion (ein Packerl im Packerl im Packerl…)

    Schöne Vorweihnachtszeit 🙂
    Lg, Katrin

    1. Danke – ja, es war wirklich ne Menge Arbeit, aber wir freuen uns jeden Tag darüber!
      Die Matrjoschka-Idee find ich toll! War aber doch sicher auch viel Arbeit das einzupacken, oder?

Kommentare