Baby an Bord: Das zweite Drittel

Die Zeit läuft. Das zweite Schwangerschaftsdrittel ist auch schon wieder vorbeigeflutscht. Ich fürchte schon, das Kind wird kommen bevor ich selbst dazu bereit bin. Ich glaube ich muss schön langsam anfangen mich konkret darauf einzustellen, dass die Geburt nicht mehr in allzu weiter Ferne liegt! Teil „zwei von drei“ ist jedenfalls recht angenehm verlaufen. Hier mein Resümee. Read more

Baby an Bord: Das erste Drittel

Ich darf euch eine sehr erfreuliche Mitteilung machen: Wir sind bald zu viert! Ende Juli soll es so weit sein, und ich muss sagen, ich kann’s jetzt schon kaum mehr erwarten, obwohl ich noch nicht mal einen richtigen Babybauch habe. Und doch vergeht die Zeit so schnell – das erste Schwangerschaftsdrittel ist schon wieder um. Das Gefühl bei dieser Schwangerschaft ist ganz anders als beim ersten Kind. Eh klar, aber trotzdem hatte ich mir das vorher nicht genauer überlegt was das heißt. Ein kleines Fazit über das erste Trimenon der zweiten Schwangerschaft.
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Ich steh an deiner Krippen hier

Trotz meiner großen Vorausplanungslust für Weihnachtliches im November ist die Adventzeit wieder nur so vorbeigerast. Sozusagen gezwungenermaßen habe ich viel Zeit davon auf der Couch verbracht. Dabei fiel mein Blick immer wieder auf den Tisch, auf dem ein paar Krippenfiguren stehen. Es gibt viele verschiedene Arten von Krippen – große und kleine, aufwendige und schlichte, realistische und spielerische, Krippen orientalischen Stils bis hin zum „Heimatlichen“. Aber mal ehrlich: selten ist eine so hässlich wie die unsere. Read more

Sprachgedanken

Labadiena.

Zugegebenermaßen hat es mein Litauisch noch auf kein Level gebracht, bei dem ich mich trauen würde zu behaupten ich spreche diese Sprache. Das liegt klar an meiner mangelnden Selbstmotivation was das Lernen betrifft. Gern würd ich mein Litauisch zumindest auf das Niveau bringen auf dem mein Italienisch mal war – so dass man ohne Totalausfälle durch eine mittelschwere Unterhaltung kommt. Read more

Gemeinsame Erinnerungen

Unser alter Fernseher in der Küche

Früher durften mein Bruder und ich während dem Abendessen bis zum Bettgehen immer Fernsehen. Das war zu einer Zeit als wir uns beim Fernsehprogramm noch sehr einig waren: Wir wollten auf Kanal 8 schauen, denn da war bei uns SuperRTL programmiert. Als Kinder fanden wir Fernsehen klasse. Wie ich später auch Familien kennengelernt habe, die nichtmal einen Fernseher zuhause hatten, habe ich hinterfragt, ob wir bessere Tischgespräche haben hätten können, würde „die Glotze“ nicht immer laufen.

Heute sind mein Bruder und ich auf der Couch gesessen, zwischen uns ist das Baby gelegen. Über den Teletubbie-Strampler den der Kleine anhat, kommen wir auf Kinderserien zu sprechen. Teletubbies waren schon nicht mehr unsere Generation, und dann schon gar nicht mehr unsere Altersklasse. So einer Meinung, wie wir damals schon über die Fernsehsenderwahl waren, sind wir uns auch heute noch über die „g’scheiten“ Kinderserien: „Käpt’n Balu“, „Chip und Chap“, „Goofy und Max“ und allen voran die „Gummibärenbande“. Wir schwelgen in Erinnerungen, versuchen die Titelmelodien zu singen und hören uns dann das Gummibärenlied in zwölf verschiedenen Sprachen auf YouTube an.

Das Baby zeigt sich ob der Singeinlagen belustigt, meine Mutter lacht, als wir ihm verkünden: „Die super Sendungen werden wir dir alle mal zeigen, wenn du groß genug dafür bist!“. „Glaubt ihr wirklich, die alten Sendungen interessieren mich noch, wenn ich groß bin?“, mimt sie die etwaige Antwort des Kleinen. Wir sind uns unserer Sache sicher – aber irgendwo weiß ich doch, es ist eben ein Ding zwischen meinem Bruder und mir, das die Sendungen so schön macht. Es ist eine wohlige Erinnerung an unsere Kindheit, die wir manchmal aufleben lassen indem wir uns einige Folgen „Käpt’n Balu“ reinziehen oder die zeitenüberdauernde Coolheit von „Knight Rider“ besprechen (haben wir uns in den Sommerferien immer mit Begeisterung angesehen). Es ist ein Spaß den ich nur mit meinem Bruder teilen kann. Über den auch mein Mann milde lächelt, weil er in der (Post-)Sowietunion mit anderen Fernsehserien groß geworden ist.

Früher hab ich mir gedacht, wir fernsehen vielleicht zuviel. Und ja, vielleicht sind manche Gespräche am Tisch auch komplett an mir vorbei gegangen, weil ich ganz und gar vom Fernseher mitgenommen war. Heute denk ich mir: Wenn es uns jetzt noch immer so viel Freude bereitet, wird es so schlecht auch nicht gewesen sein!

Fernsehwetter

Wetterbericht auf dem Smartphone

In den letzten Tagen lädt das Wetter nicht gerade dazu ein das Baby in den Kinderwagen zu packen und spazieren zu gehen. Oder überhaupt das Trockene zu verlassen. Bei diesem grauen Wetter, wenn es ständig regnet oder man zumindest immer Angst haben muss, dass es im nächsten Moment wieder zu schütten beginnen könnte, kann ich mich nur schwer motivieren an die frische Luft zu gehen.

Während der Papa diese Woche wieder in der Arbeit war, haben sich das Baby, die Oma und ich vom Spazierengehen eher auf’s „Shoppen“ verlegt. Die ersten Male mit dem Auto wegfahren, wenn auch nur um Windeln zu kaufen oder ein Geschäft im Ort aufzusuchen, sind schon ganz spannend („Wie weit kommen wir, bevor es ein Schreikonzert gibt?“) und erfordert auch neue logistische Denkweisen („Was lade ich zuerst ins Auto – den Einkauf oder das Baby?“, „Endlich sind alle im Auto und dann kommst du drauf, du hast die Spuckwindel vergessen…“). Immerhin waren unsere ersten Mini-Ausflüge recht erfolgreich. Der kleine Mann hat fast alles schlichtweg verschlafen – auch gut. Eine typisch männliche Verhaltenweise beim Shoppen, würde ich sagen. Dieses große Interesse am Einkaufen ist sicher erblich bedingt, aber allenfalls besser als wenn er ein riesen Theater gemacht hätte.

So habe ich jetzt zumindest wieder ein bisschen mehr zum Anziehen. Sprich T-Shirts mit denen ich mich auch in der Öffentlichkeit sehen lassen möchte. Von den gut 20 kg plus sind jetzt nach 3 Wochen eh „nur“ mehr 7 kg über, was aber immer noch so viel ist, dass ich in meinen Prä-Schwangerschafts-Leiberl aussehe wie eine Knackwurst. Aber irgendwann wird das Wetter ja wieder schöner werden müssen, und gehen wir wieder spazieren und die Kilos werden nur so purzeln. So lautet zumindest der Plan – bis dahin nutzen wir das Wetter noch ein bisschen zum Fernsehen!