Stay connected: IKEA Family Patrull getestet

IKEA Patrull

Ich wurde im Ökotest Jahrbuch für Kinder und Familie auf das IKEA Family Patrull Babyfon aufmerksam. Es ist dort im Test mit dem Gesamturteil „gut“ auf dem zweiten Rang gelandet. In Kombination mit dem sehr adäquaten Preis von 39,99€ für IKEA Family Mitglieder hat mich das Gerät gleich mal neugierig gemacht.

Über Babyfone kann man ja im Internet allerhand nachlesen. Zum Babyfon von IKEA hab ich aber relativ wenig gefunden, was aktuell zu sein scheint. Bei manchen Reviews war die Rede davon, dass keine Ladegerät dabei wäre und so – offenbar ging es da um ein älteres Modell. Deswegen hab ich mir gedacht, ich nehm es mal genauer unter die Lupe.

IKEA Patrull ausgepackt

Sendetechnik

Das Babyfon arbeitet analog und sendet ungepulst. IKEA gibt die Strahlung mit 10mW an und nennt dies einen niedrigen Wert. Das stimmt soweit auch mit dem Ergebnis beim Ökotest überein. Viele andere Babyfone namhafter Hersteller sind in dieser Kategorie sehr schlecht bewertet worden, was mitunter wahrscheinlich daran liegt, dass sie ununterbrochen senden. Das macht dieses Babyfon nicht. Es überträgt nur, wenn es Geräusche wahrnimmt.

Ich weiß nicht wie es bei anderen Babyfons ist, und auch nicht, ob das der technische Grund ist, aber meiner Meinung hat man dadurch den Eindruck, dass das Babyfon manchmal nicht richtig funktioniert. Das erste Geräusch wird nämlich demnach nicht übertragen, denn das Babyfon beginnt ja erst in diesem Moment zu senden. Für mich war das zu Beginn sehr verunsichernd, besonders, wenn es im Haus ruhig war und ich das Baby schon ein paar Sekunden (vielleicht auch weniger) durch die Wände gehört habe, bevor ichs über’s Babyfon mitbekommen habe. Mittlerweile denk ich mir aber nichts mehr dabei. Wenn es wichtig ist, belässt es ein Kind sicher nicht bei einem Schreier. Ich find’s zumindest besser als wenn es ständig „strahlt“.

Sendekanäle können eingestellt werden.

Die Sendekanäle sind unten an den Geräten einstellbar. Ich habe, soweit ich mich jetzt erinnern kann, einfach die Standardeinstellung drinnen gelassen. Bis jetzt hätte ich noch nicht gemerkt, dass mir jemand dazwischenfunkt.

Akustische Qualität und Reichweite

Mal ganz ehrlich: Ein Telefon im besten Netz ist es nicht, aber mein Baby lässt mir bei seinen Anfragen ohnehin wenig Details zukommen. Bis jetzt hab ich es noch nie geschafft außerhalb der Reichweite zu kommen. Testweise habe ich den ganzen Garten abgeschritten und auch die letzten Winkel des Kellers aufgesucht.

Lieferumfang IKEA Patrull

Akkus und Ladegeräte

Die Akkus kommen bereits vorgeladen daher und ich bin mit der Laufzeit eigentlich sehr zufrieden. Es ist schwer eine Zahl anzugeben, wie lange sie halten, aber ich könnte mich nicht beschweren, dass ich ständig laden muss. Praktisch ist, dass gleich zwei Ladegeräte beiliegen. Man kann also das Sende- und das Empfangsgerät gleichzeitig laden. Während dem Ladevorgang kann das Babyfon übrigens auch ganz normal genützt werden.

In der Bedienungsanleitung schreibt IKEA, dass die Akkus bei normaler Nutzung etwa 3 bis 4 Jahre ihren Dienst tun werden. Also grob gesagt: Ein Babyfon-Set pro Kind?! Die Akkus sind nicht austauschbar.

Das Babyfon liegt gut in der Hand.

Design

Mich hat die simple Form des Babyfons sofort angesprochen. Die Geräte sind sehr handlich und gut verarbeitet. Weil sie so klein sind habe ich sie auch schon öfter mal in die Wickeltasche gesteckt, wenn wir wo hin gefahren sind, auch wenn ich noch nicht wusste, ob sie überhaupt zum Einsatz kommen würden.

Die Drehregler für Lautstärke an der Elterneinheit und Mikrofonsensibilität an der Babyeinheit hätte ich mir vielleicht ein wenig anders gewünscht. Man hat immer den Eindruck, dass man sie leicht unabsichtlich verstellen könnte. Wobei mir das noch nie aufgefallen wäre, dass das wirklich passiert ist. Die feinen, weißen Zahlen, die auf den Rädchen obenstehen, sind für Weitsichtige schwer ablesbar, wie wir herausgefunden haben. Ich persönlich habe kein Problem damit.

Es leuchtet.

An beiden Stücken ist vorne ein Batteriesymbol drauf das entweder grün oder rot leuchtet – sehr einleuchtend, hehe. Die anderen Lämpchen, die anzeigen, ob die Verbindung zwischen den Geräten hergestellt ist, wären mir eventuell nicht gleich klar gewesen, wenn ich nicht die Bedienungsanleitung gelesen hätte, aber ich hätte auch keine Idee für einen Verbesserungvorschlag muss ich zugeben. Die Lämpchen leuchten in einem dunklen Zimmer übrigens ziemlich hell. Wenn das stört kann man sich da aber sicher ganz einfach mit einem Stück Klebeband behelfen.

Oben am Elterngerät gibt es auch noch eine Leuchte, die bei Signal aufleuchtet. Das ist ganz praktisch, wenn man sich selbst in einer lauten Umgebung befindet und Angst hat, dass man das akustische Signal überhören könnte.

Der Clip hält, aber sollte vielleicht nicht zu oft entfernt werden.

Was mir gefällt sind ein paar nette Details. Die Elterneinheit hat oben an der Kante eine kleine Aussparung, an der man eine Halsschlaufe durchfädeln könnte. Ein sehr brauchbarer Gürtelclip liegt bei. Hier werden die Löcher der Schrauben genutzt, dass er nicht am Gerät hin und her rutscht – finde ich aus Designersicht ziemlich gut gelöst. Ich frage mich, wie lange der Clip hält, wenn man ihn oft rauf und runter gibt? Werde ich wahrscheinlich nicht erfahren, weil ich ihn (außer für Fotos) nie abnehme. Er stört nicht und wird ohnehin oft benutzt.

Der Haken der Elterneinheit ist beweglich.

Der Haken an der Sendeeinheit ist aus Gummi, der sich leicht biegen lässt. Somit ist das Gerät leicht zu befestigen, wenn man beispielsweise kein Nachtkästchen oder so in der Nähe hat wo man es draufstellen könnte. In diesem Haken versteckt sich übrigens auch die Antenne.

Input/Output?

Eine Frage, die ich mir schon stelle, seitdem ich mir das Babyfon-Set genauer angesehen habe: Die Mikrofonlöcher der Sendeeinheit sehen aus wie ein „i“ und die Löcher des Lautsprechers in der Empfangseinheit sehen aus wie ein „o“. Stehen sie etwa für Input und Output? Das wär genial!

Batterie ausbauen

Fazit

Ich bin mit meinem Kauf durchaus zufrieden. Es ist ein Gerät ohne viel (unnötigen) Schnickschnack, das tut was es soll. Der Preis ist sicher angemessen, wenn es jetzt nicht in Kürze kaputtgeht.

Was ich wirklich schade finde, ist dass die Akkus nicht austauschbar sind. Wie man der Bedienungsanleitung entnehmen kann, sollte der Austausch völlig unproblematisch sein. Das ist so eingerichtet, weil man die Akkus der Umwelt zuliebe getrennt entsorgen soll/muss. Zum Schutz unserer Natur fände ich es allerdings noch viel besser, wenn ich den Akku wechseln kann und somit nicht die ganzen Geräte samt Ladekabeln wegwerfen muss, wenn die mobile Stromversorgung den Geist aufgibt.

 

Ich hoffe ich habe alle wichtigen Punkte behandelt. Bei weiteren Fragen oder Zweifeln werde ich gerne meine Erfahrungen teilen!

PS: Für diese Produktbewertung werde ich nicht bezahlt. Mir geht es nur darum Interessierten eine Entscheidungshilfe für oder gegen den Kauf anzubieten.

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