Ein Blick in unseren Wohnwagen [Vorher]

Wie versprochen möchte ich euch eine kleine Führung von unserem Wohnwagen geben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass fast alles original so ist, wie er 1992 gekauft wurde. Der Zustand der meisten Dinge ist auch wirklich noch in Ordnung, aber der Style nimmt im Jahr 2016 halt keinem mehr den Atem. Zum Glück – sonst hätte ich ja nichts zu tun und das ganze Wohnwagenprojekt wär nur der halbe Spaß. 

In dem kleinen Raum halbwegs schöne Fotos zu machen (mit meinem Objektiv) war eine kleine Herausforderung, aber ich denke um einen Eindruck zu bekommen reicht’s. Für den Überblick zeig ich euch mal die Einrichtung und weiter unten gibt’s dann noch wundervolle Details zum Stil.

Stellt euch vor ihr geht rein und schaut von links nach rechts. Als erstes würdet ihr dann den Schrank sehen (mit der Heizung drunter) und daneben auch gleich den großen Sitzplatz bzw. das Bett für zwei Personen.

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Über dem Sitzplatz gibt es an jeder Seite Oberschränke mit einer kleinen Ablage darunter. Die dürfte aber wirklich nur für Krimskrams zu gebrauchen sein, weil viel Platz ist da nicht und ich wundere mich, ob ich überhaupt Dinge habe, die ich da sinnvoll unterbringen könnte.

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Ablage

Dann geht’s auch schon weiter zur Küchenzeile. Die liegt dem Eingang gegenüber. Wie bei allen Fenstern gibt es ein Verdunkelungsrollo, aber dieses hat als einziges auch ein Insektennetz. Damit einem die Fliegen nicht direkt ins Essen springen können oder so. Das ist auch der Platz mit den meisten Macken. Die Vorbesitzerin hat erzählt, dass die Küchenoberschränke beim Fahren mal aufgesprungen sind und die Kaffeemaschine auf die Arbeitsfläche gedonnert ist.

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Das ist der Kühlschank. Ganz campingtechnisch unintegriert mit seiner Umwelt. Die Bestecklade ist übrigens auch vorhanden, allerdings war die zur Zeit der Aufnahmen gerade in der Generalüberholung.

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Neben der Küche gibt es eine Faltwand, mit der man den vorderen Sitz-/Schlafbereich abtrennen kann. Auf diesem Foto sieht man auch die Küchenoberschränke nochmal ganz gut. Auch hier haben wir schonmal einen Griff abgebaut um ihn näher zu inspizieren. Diese Lampe war im Komplettpaket dabei.

Küche

Und das ist jetzt der Sitzbereich ohne Wand davor. Hier kann auch eine Person gemütlich schlafen.

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Und dann sind wir auch schon wieder bei der Tür angelangt. Rundgang abgeschlossen.

Falttür

Ich stelle mir vor, wie der Erstbesitzer sich diesen Wohnanhänger 1992 gekauft hat, wird er sich über eine schlichte, solide Gestaltung gefreut haben (ich nehme an damals waren Ausdrücke wie “Design” oder “Style” noch nicht so gängig wie heute). Ich glaube, auch für die damalige Zeit waren die Farben und Materialien neutral, nichts wahnsinnig herausstechendes. Etwas, wo man sich wahrscheinlich gedacht hat: “Das gefällt lange”. 24 Jahre später würde ich zustimmen. Auch wenn man es durchaus nicht mehr als modern bezeichnen würde, so ist die Konstellation doch immer noch angenehm anzusehen (ich kenn da ganz andere Beispiele).

Was ich überhaupt nicht verstehen kann, ist, warum man in der damaligen Zeit Bezugsstoffe verwendet hat, die aussehen, als ob sie mit einem Schmutzschleier überzogen wären. Das gefällt mir am allerwenigsten. Die Vorhänge hingegen find ich gar nicht schlecht. Ich mag so altmodische Vorhänge ja gern. Trotzdem werden sie gehen müssen – sonst hab ich im Winter nichts zu tun (wohnwagentechnisch).

Die Griffe sind uns definitiv zu verspielt, die werden wir sicher ersetzen. Die Tische sehen echt noch aus, als ob sie fabriksneu wären, aber sie werden leider nicht zur Neugestaltung passen, daher müssen sie irgendwie recycelt werden. Wo ich noch am Überlegen bin sind die Tapete und der Boden. Die Tapete hat zwar so einen leichten rosastich, ist aber grundsätzlich ziemlich unauffällig. Soll ich mir die Arbeit sparen, die neu zu streichen? Ich werde einfach noch abwarten, wie es aussieht, wenn die Kästen gestrichen sind. Ebenso beim Boden. Er ist top in Schuss und ich denke nicht daran ihn herauszureißen. Mal sehen ob er dazupasst. Bei vielen Camper-Makeovern wird ja auch so ein Peel-And-Stick-Boden verlegt. Das sind so dünne Vinyl-Fliesen in Holzoptik oder was auch immer, die selbstklebend sind (wie ein Sticker). Das könnte eine Option sein, aber da will ich mich noch gar nicht festlegen. Diese Entscheidung ist definitiv zu weit weg!


W(ohnwagen)-Log

Mittwoch, 12.10.16
Wohnwagen ist endlich umgemeldet. Mein erstes Kennzeichen!

Samstag, 15.10.16
Haben mal alles aus dem überfüllten Gaskasten rausgeräumt und Giedrius hat ihn ordentlich gereinigt. Wir haben auch versucht uns einen Überblick über das Vorzelt zu verschaffen. Da die Wiese extrem gatschig ist, müssen wir wohl noch bis zum Frühling warten, um es aufzubauen. Es sind definitiv Teile dabei, deren Funktion wir noch nicht herausfinden konnten.

Giedrius hat sich zwecks Abdeckplanen und ähnlichem erkundigt, da wir ja keinen Unterstand haben. Wir haben uns für eine atmungsaktive Hülle entschieden, die mit Gurten rund um den Wohnwagen festgezurrt wird.

Donnerstag, 20.10.16
IKEA unsicher gemacht. Leider ist mein Traum-Vorhangstoff zu groß gemustert für meine kleinen Vorhängchen. Da muss ich mir etwas anderes suchen.

Freitag, 21.10.16
Giedrius hat die rostigen, aber brauchbaren Werkzeuge, die wir im Gaskasten gefunden haben abgeschliffen. Sehen fast aus wie neu. Ein Besuch bei Stoffe Müller blieb weitgehend ergebnislos. Ein grauer Schnürlsamt mit 4,50€/lm wäre eventuell eine günstige Option für den Bezug der Bänke.

Samstag, 22.10.16
Der Wohnwagen ist gewaschen, das alte Pickerl entfernt und die Abdeckplane aufgezogen. Leider ist der Reißverschluss auf der falschen Seite, jetzt haben wir vorne und hinten vertauscht. Da sie sowieso locker sitzt ist es egal – wird den Zweck erfüllen.

Sonntag, 23.10.16
Die Anhängerkupplung ist am Auto dran! Nachdem die Bestellung und Lieferung derselben eine wahre Odyssee war, die meinem Mann (und infolge auch mir) viele Nerven gekostet hat, ist die Montage recht problemlos verlaufen. Jetzt können wir nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch mit unserem Wohnwagen herumfahren! Yay!

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