Baby an Bord: Das zweite Drittel

Die Zeit läuft. Das zweite Schwangerschaftsdrittel ist auch schon wieder vorbeigeflutscht. Ich fürchte schon, das Kind wird kommen bevor ich selbst dazu bereit bin. Ich glaube ich muss schön langsam anfangen mich konkret darauf einzustellen, dass die Geburt nicht mehr in allzu weiter Ferne liegt! Teil „zwei von drei“ ist jedenfalls recht angenehm verlaufen. Hier mein Resümee.

Kopf. Meine anfängliche Ängstlichkeit, dass irgendwas schiefgehen wird hat sich glücklicherweise gelegt. Je besser es mir von der Übelkeit und Energielosigkeit her gegangen ist, desto mehr Zuversicht hatte ich. Dieser Juvenal hatte vielleicht recht mit seinem „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ usw. Wie meine Persönlichkeit so angelegt ist, bin ich oder will ich jetzt auch nicht übereuphorisch sein, weil es ja genug traurige Geschichten gibt. Und ich denke immer, wenn man sich bewusst macht, das etwas passieren könnte, dann trifft es einen im unwahrscheinlichen Falle hoffentlich nicht so ganz brutal unverhofft (soweit die Theorie…). Aber habe ich jetzt zumindest ein sehr positives Grundgefühl, dass alles Gut sein wird.

Körper. Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Wochen und Monaten von verschiedensten Menschen gehört habe, dass mein Bauch noch so klein ist. Und ich muss ihnen zustimmen. Jetzt, zum Beginn des dritten Trimenon kann man ihn zwar schon klar als Babybauch identifizieren, aber vergleichen zu meiner ersten Schwangerschaft fühlt er sich immer noch irgendwie winzig an. Damals hab ich schon ziemlich bald Umstandshosen getragen, weil’s überall gezwickt hat und jetzt bin ich erst nach und nach dabei auf Umstandshosenbetrieb umzustellen. Und das zugegebenermaßen hauptsächlich, weil jetzt die normalen T-Shirts unten alle zu kurz werden und ich fast ausschließlich zu große Umstandsleiberl hab, die ich nicht in die Öffentlichkeit anziehen würde, weil sie aussehen, wie wenn ich Pyjama trage. Ich muss shoppen gehen!

Mit meinem verknacksten Becken war ich inzwischen übrigens zweimal beim Orthopäden, der sein ganzes Körpergewicht eingesetzt hat, aber bislang erfolglos. Der erhoffte Knackser ist nicht entstanden. Da ich allerdings keine Schmerzen hatte, sind wir einfach mal dabei geblieben, dass ich wiederkomme, wenn es blöder wird. Inzwischen gehe ich einmal die Woche zur Aquagymnastik, da habe ich das Gefühl es tut mir gut und es ist ganz lustig. Die Schambeinfuge meldet sich (wie auch beim ersten Kind) jetzt hin- und wieder. Das ist mal mehr und mal weniger bewegungseinschränkend, aber im Großen und Ganzen finde ich, dass es mir recht gut geht. Abgesehen vom Süßigkeitenkonsum vielleicht… Der macht mir schon Angst… 😉

Baby. Dem Baby geht es gut. Laut Aussagen der Gynäkologen wächst und gedeiht es ganz nach Plan. Wir haben ein Organscreening durchführen lassen, das auch unauffällig war. Wo uns das Baby immer noch ein wenig im Unklaren lässt, ist das Geschlecht. Entweder es „zwickt zusammen“ oder hält das Bein vor – solche Sachen. Zumindest eine Tendenz gibt es mal, wobei es im Endeffekt ja wirklich nicht so wichtig ist. Ich möchte nur gerne wissen, ob meine erste Vermutung gestimmt hat. Namensvorschläge hätten wir sowohl für ein Mädl als auch für einen Buben.

Nestbau. Mein Nestbau beschränkt sich hauptsächlich darauf, dass wir versuchen den Wohnwagen so weit wie möglich fertigzubringen, dass wir ihn nochmal benützen können bevor das Baby da ist. Wenn ich mir den Kalender ansehe, kommen da nicht mehr allzu viele Wochenenden in Frage. Wie bereits erwähnt, die Zeit läuft so erbarmungslos schnell dahin!

Und ja, ich habe den erneut-zukünftigen Bedarf als Anlass genommen, noch einen Buggy zu kaufen. Buggys sind ja ein bisschen mein Steckenpferd geworden muss ich zugeben und jetzt hab ich endlich mein Traumgefährt gefunden. Eine eigene Abhandlung zu dieser Thematik kommt übrigens bald in einem gesonderten Post – das würde den Rahmen hier definitiv sprengen, wenn ich erstmal in Fahrt komme.

Ausblick. Ich will mich nun mental mehr darauf einstellen, dass Nummer Zwei schon bald da sein wird. Ich will das weniger im negativen Sinne sehen á la „…dann hab ich kein Leben mehr!“ (wobei das für die erste Zeit wahrscheinlich doch stimmen wird ;)), sondern im Positiven. Ich möchte vor der Geburt noch ganz zwanglos ein paar Dinge erledigen, und dann ohne innerlichen Stress die Ankunft abwarten.

Ähnliche Beiträge

Kommentare