Baby an Bord: Das erste Drittel

Ich darf euch eine sehr erfreuliche Mitteilung machen: Wir sind bald zu viert! Ende Juli soll es so weit sein, und ich muss sagen, ich kann’s jetzt schon kaum mehr erwarten, obwohl ich noch nicht mal einen richtigen Babybauch habe. Und doch vergeht die Zeit so schnell – das erste Schwangerschaftsdrittel ist schon wieder um. Das Gefühl bei dieser Schwangerschaft ist ganz anders als beim ersten Kind. Eh klar, aber trotzdem hatte ich mir das vorher nicht genauer überlegt was das heißt. Ein kleines Fazit über das erste Trimenon der zweiten Schwangerschaft.

Kopf. Während ich mir beim ersten Kind immer darüber bewusst war, dass etwas passieren könnte, war ich trotzdem immer davon überzeugt, dass alles gut gehen würde. Jetzt beim zweiten Kind mache ich mir viel mehr Sorgen. Ich bin zwar schon optimistisch, dass nichts schlimmes passiert, denn immerhin kommt der Großteil der Babys gesund zur Welt, aber bereits einen gesunden, quietschfidelen, supersüßen Burschen zu haben ist mir ein unbegreifliches, einzigartiges Geschenk. Mein Gefühlsleben kann es wohl noch nicht wahrhaben, dass durchaus im Normalbereich liegt, dass man dieses Glück auch öfter erleben kann. Mein Kopf weiß es, aber mein Herz kann das mit dem Gottvertrauen grad schlecht umsetzen. Ich würde mir momentan jedenfalls wünschen es könnte jeden Tag eine Ultraschalluntersuchung geben.

Körper. Wie schon erwähnt, ist außen noch kaum etwas vom Inneren sichtbar. Im Gegenteil zu zwei anderen Mamas die ich kenne, die fast den gleichen Geburtstermin haben und schon recht deutlich Babybauch tragen. Der Busen hat wie auch in der ersten Schwangerschaft gleich als erstes Mal ordentlich Volumen aufgenommen; für meine Verhältnisse jedenfalls. Zwar hat er es dieses Mal ohne Dehnungsstreifen gemacht, aber dafür um einiges schmerzhafter. Ich sag nur: Wasserstrahl in der Dusche = keine Freude. Alles weitere was daran nicht super ist, könnt ihr euch zusammenreimen. Der Bauch ist zwar schon ein wenig größer als vorher, jedoch befürchte ich eher, dass das mit meinen haltlosen schwangerschaftlichen Ernährungsgewohnheiten zusammenhängt.

Da man mit Baby an Bord bei Weight Watchers auch nicht mehr mitmachen darf, erfahre ich viel zu wenige Gewissensdämpfer, was die eine oder andere Eskalation an Süß- und Knabberwarenverzehr auf den Plan gerufen hat. Hingegen verwundernswert ist, dass sich die Gewichtszunahme mit etwa 2-3 kg plus noch in Grenzen hält. Der ganze vermehrte Appetit auf alles Mögliche steht im krassen Gegenteil zu der ganzen Übelkeitsgeschichte. Ab Woche 6 ging es los und war manchmal so heftig, dass es mich in die Horizontale zurückgezwungen hat. Meine Übelkeit beschränkte sich nicht nur auf den Morgen, sondern zog sich “wellenförmig” über den ganzen Tag. Die Wellen waren manches Mal nur Wellchen, aber ab und an war auch so Seegang, dass ich froh drüber war, dass meine Eltern im gleichen Haus wohnen und ich im Akutfall das Lieblingsenkerl mal schnell zu ihnen nach unten bringen konnte. Aber der Appetit war immer da. Aus meiner Erfahrung kann man die Übelkeit auch etwas abmildern, wenn man regelmäßig alle zwei bis drei Stunden etwas isst. Macht keinen Sinn, ist (bei mir) aber so.

Baby. Das Baby macht sich gut. Bei einer Untersuchung war es wirklich sehr aktiv, was der Arzt auch mehrmals betonte (es machte seine Arbeit sicher nicht einfacher, es immer wieder neu “einfangen” zu müssen). Ich stell mir dann immer vor, was man sonst so alles in seinem Körper nicht spürt, wenn ein ca. 8 cm großes Lebewesen in deinem Körper herumspringt und du KEIN BISSCHEN davon spürst. Dafür sind ja die Ultraschalls immer umso aufregender. Von den Fingern bis zu den Gehirnhälften, es ist alles so wunderbar zu sehen und zu erleben – auch beim zweiten Kind.

Nestbau. Viel Nestbau hab ich noch nicht betrieben. Man macht sich halt Gedanken, was man wieder machen will wie beim Ersten oder wo man noch probieren könnte. Ein wenig krass war vielleicht, dass ich in der 5. Woche bereits eine Babyschale gekauft habe. Das ist mir selbst ziemlich Banane vorgekommen, aber das Angebot war einfach zu verlockend. Bis jetzt war das meine erste und einzige Investition. Ich habe auch beim ersten Kind eher wenig von dem ganzen angebotenen Schnickschnack gekauft, den kein Mensch bzw. Baby braucht, aber beim Zweiten finde ich es wirklich schön, dass man schon ein echtes Gefühl dafür hat, was man braucht und was eben nicht. Und viel ist es ja gar nicht, was so ein Winzling will.

Überlegungen. Unsere Renovierungspläne für den Wohnwagen müssen wir teilweise ad acta legen. Mein Mann hat zwar erklärt, er streicht dann eben alleine, aber ich glaube nicht, dass er weiß, was er sich (und den Nerven aller) antun würde. Deswegen ziehe ich es vor, das Streichen auf unbestimmte Zeit zu vertagen und mal andere geplante Dinge anzugehen, wie neue Überzüge für die Sitzkissen oder Vorhänge. Die Hürde: Endlose Kraft-/Antriebslosigkeit meinerseits, verstärkt durch eine Erkältung. Ich warte sehnlichst auf einen gewaltigen Energieaufschwung!

Ein anderer Gedanke: Vor ein paar Wochen hab ich mir wiedermal das Becken verknackst, wie ich den Sohnemann ins Auto gesetzt habe. Ein paar Tage waren gewisse Bewegungen echt schmerzhaft, aber jetzt geht’s eigentlich wieder. Ich glaub aber nicht, dass alles hundertprozentig an Ort und Stelle ist. Ich frag mich, was passiert, wenn ich dann zusätzlichen Ballast mit mir herumschleppe oder wie das sein würde wenn man ein verknackstes Becken bei der Geburt hat… Ich muss mich informieren. Und Maßnahmen ergreifen.

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