Angekommen

Den „Räumungsbescheid“ schon erhalten hat sich das Baby im letzten Moment doch noch von selbst auf den Weg gemacht. Wenn ich jetzt dran denke, dass ich vor zwei Wochen um diese Zeit grad noch ein Nickerchen gemacht habe, bevor der ganze Spaß mit dem Wehentropf usw. losging, dann frag ich mich gerade wo die Zeit hingekommen ist. Gefühlsmäßig war das doch erst maximal vorgestern. Schmerzenstechnisch bin ich allerdings froh, dass es bereits in der Vergangenheit liegt. Ich will jetzt gar nicht breittreten, wie langs gedauert hat und wie unangenehm es war, weil ich den Eindruck habe, dass – mit wenigen Ausnahmen – die Geburten anderer Mütter immer noch ein bisschen länger und noch ein wenig schmerzhafter waren. Es liegt vielleicht in der Natur der Dinge, dass man sich in dieser Hinsicht immer auf die Dramatik bezieht.

Für meinen Teil wars jedenfalls unangenehm genug. Froh war ich, wie es dann doch endlich flutsch gemacht hat und er draußen war. Jetzt schau ich den kleinen Stupsi an, der gerade auf einem meiner Arme ein Schläfchen macht und mir das Tippen einigermaßen erschwert und frage mich, wie der überhaupt in meinen Bauch reingepasst hat. Wenn auch die Erzählungen zu Dramatik und Schmerzen einer Geburt immer etwas subjektiv sind, so hat jedoch eines gestimmt, das ich nie glauben konnte: Das Baby ist draußen, und die Schmerzen sind so gut wie weg. Wunder der Natur, würd ich sagen.

Für alles was danach kam, war ich froh zufällig mal den Artikel „20 Things I Wish Someone Had Told Me About Postpartum“ auf Pinterest gefunden und gelesen zu haben. Nicht, dass die meisten Dinge überhaupt zugetroffen hätten – aber besser Bescheid wissen, so mein Motto. Das sind ja die Dinge, die dir keiner erzählt, oder erst dann wenn du schon entbunden hast. Aber für alle weniger angenehmen Dinge, die einen so ereilen, ist ein zahnloses Grinsen des kleinen Neuankömmlings meist die beste Medizin.

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