9 Monate, die Zweite.

Zeit für einen 9-Monats-Rückblick bevor gar schon das zehnte Monat anbricht. Kann mal jemand die Zeit etwas langsamer drehen? Ich habe momentan doch echt das Gefühl die Zeit verfließt wie Sand in meinen Händen. Kann man das so sagen?! Egal… jedenfalls bin ich ständig hintendran mit irgendwas. Das schlägt sich in allen Bereichen etwas nieder.

Figur und Gewicht

Bei Mama. Ich bin weiterhin in meinem WW-Zielgewicht – das heißt was in meinem Kasten hängt passt und ich bin zufrieden mit meiner Figur. Grundsätzlich. In meinem Zielgewicht zu sein heißt nämlich nicht, dass ich meine Ziel-Figur habe. Diese werde ich aber nur dadurch erreichen, dass ich meine Muskeln optimiere. Zur Zeit gehe ich mit Emma einmal die Woche zum Kanga-Training. Es ist echt eine liebe Gruppe und eine tolle Trainerin, also macht es wirklich Spaß, aber über den Sommer werde ich zuviel unterwegs sein um weiterzumachen und irgendwie wird Emma denke ich auch schon zu groß werden; mal sehen. Da ich eine Woche Probetraining bei Mrs. Sporty gewonnen habe, werde ich mir das im Juli mal ansehen. Ich hoffe ja doch immer noch, dass es bei mir irgendwann den berühmten „Klick“ macht und ich einen inneren Drang verspühre freiwillig, regelmäßig Sport zu machen, nicht nur aus schlechtem Gewissen meinem Körper gegenüber, sondern einfach aus Freude am Tun. Ich steh‘ in den Startlöchern… aber bisher leider nur für den Klick (und nicht für den Sport)…

Beim Kind. Sowohl in Gewicht und Größe bewegt sich Emma im mittleren Normalbereich der Perzentile. In Kleidergröße gesagt ist das durchschnittlich Größe 74. Optisch gesehen ist sie knuffig, wenn auch weit nicht so propper wie Mattias es war. Ich liebe ihre süßen weichen Bäckchen… könnte ich den ganzen Tag abknutschen! Die Gewichtszunahme hat keine großen Sprünge gemacht in letzter Zeit, aber sie ist ja jetzt auch körperlich sehr aktiv. Sie robbt in Windeseile, krabbelt in den letzten Tagen auch immer öfter im klassischen Stil, zieht sich überall auf und vor allem will sie an der Hand gehen. Es begeistert mich weniger – ich würde 20cm längere Arme benötigen. Und soll ja auch nicht so prächtig sein für die Entwicklung, wenn sie so gehen, aber sie kann wirklich unangenehm werden. Bin schon gespannt wann sie frei gehen wird.

Essen und Trinken

Bei Mama. Weil mir die Zeit ständig davonläuft verliere ich die Essensplanung immer wieder ziemlich aus den Augen. An einer warmen Mahlzeit fehlt es uns zwar nie, aber ich bin doch etwas unzufrieden, wie die Dinge hier momentan laufen. Der Süßigkeitenkonsum ist zumindest wieder etwas zurückgegangen – was sicher gut so ist, weil das Stillen ja auch weniger wird. Vielleicht hängt es auch einfach zusammen. Meinen Schwarzteekonsum musste ich allerdings in letzter Zeit etwas zügeln. Der schmeckt einfach viel zu gut. Aber wenn ich manchmal Bilanz ziehe, auf wie viele Tassen ich pro Tag komme, war es dann wohl eher etwas zu viel des Guten.

Beim Kind. In letzter Zeit hat Emma richtig Appetit entwickelt. Sie isst jetzt meistens große Portionen Brei zu den Hauptmahlzeiten und knabbert mit Hingabe Brot, Gemüse oder Obst während wir essen. Das heißt ich kehre die Küche ungefähr dreimal täglich, weil im Brösel fabrizieren ist sie Weltklasse! Aber sie stellt sich beim alleine Essen wirklich gut an. Sie kann passend große Stücke abbeißen und verschluckt sich kaum. Das empfinde ich als sehr beruhigend. Mattias hat das nicht so gut gemanaged damals und da war ich ständig in Sorge, dass er ersticken könnte. Am Tag stillen wir meist zweimal (vor den Schläfchen oder wie der Bedarf grade fällt) und in der Nacht zu lang und zu ausgiebig. Prenahrung aus der Flasche wird vehement verweigert. Trinkbares, das nicht aus meiner Produktion entstammt, wird am liebsten aus der IKEA-Schnabeltasse zu sich genommen.

Schlafen und Wachen

Bei Mama. Meistens ist mein Bett jetzt wieder wirklich mein und das ist wirklich sehr angenehm, was die Liegequalität betrifft. Kehrseite der Medaille ist, dass ich jetzt zum Stillen extra aufstehen und in ein anderes Zimmer gehen muss. Bis ich dann fertig bin, muss ich auch noch aufs Klo und dann krieg ich noch Durst und bis ich wieder schlafe ist mir jede Menge Schlafenszeit flöten gegangen.

Beim Kind. Emma schläft jetzt vormittags etwa eine halbe Stunde und nachmittags bis zu zwei Stunden. Sie schläft immer noch nicht selber ein und auch nicht durch. Wenn alles gut läuft will sie etwa alle vier Stunden ausgiebigen Busenkontakt, bevor sie sich wieder ins Bett legen lässt. Eine Zeit lang hab ich probiert ihr das Einschlafen im Bettchen näher zu bringen, aber seitdem sie wirklich gut ist im Aufstehen und gleichzeitig eine große Abneigung gegen das Eingesperrtsein entwickelt hat, ist das Projekt wieder zum Erliegen gekommen. Momentan haben wir auch keine Ambitionen auf „Schlaftraining“, weil wir bald auf Urlaub fahren und in unserem Miniwohnwagen die Schlafsituation sowieso wieder sehr anders sein wird. Wir warten ab, wie sich die Dinge entwickeln. Manches löst sich ja ultimativ von ganz allein. Hoffe ich.

Stimmung

Bei Mama. Manchmal etwas müde, manchmal etwas gestresst, aber ich nehme mir auch immer wieder Zeit für mich und meine Hobbys. Ein kleines DIY-Projekt fertig zu bringen hebt die Laune doch immer! Am anstrengendsten empfinde ich die Momente, wo ich mich zwischen dem Haushalt, meinem Mann und den zwei Kindern und meinem Bedürfnis alleine zu sein gerne fünfteilen würde, damit ich allen gerecht werden kann. Um alles auf einmal zu machen fehlen mir einige Kompetenzen.

Beim Kind. Abgesehen von ihrem Einschlafluxus, den wir ihr erlauben, ist Emma bis jetzt ein ziemlich unkompliziertes Kind. Ihre Stimmung ist immer auf einem Höhepunkt, wenn sie es schafft ihrem Bruder genau das Spielzeug aus der Hand zu schnappen, das er sich gerade genommen hat.


Wer sich für die anderen Beiträge meiner „alle 3 Monate“-Reihen interessiert, findet hier nochmal alle in chronologischer Reihenfolge:

Mattias → 3 Monate ♥ 6 Monate ♥ 9 Monate  ♥  18 Monate
Emma → Das erste Drittel ♥ Das zweite Drittel ♥ Das dritte Drittel ♥ Geburt ♥ 3 Monate ♥ 6 Monate

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