6 Monate, die Zweite.

Der traditionelle Sechs-Monats-Post  zum den nachschwangerschaftlichen Entwicklungen ist schon überfällig. Grund dafür war hauptsächlich, dass ich meinen Neujahrsvorsatz versuche einzuhalten, was mir zugegebenermaßen schon im ersten Monat schwer fiel – aber dazu ein andermal. Ich werde den Beitrag wieder in verschiedene Abschnitte gliedern, allerdings mit modifizierten Schlagwörtern, anders als bei den letzten Beiträgen der Reihe. Abwechslung muss sein. Dafür gibt es ein wenig mehr Babyinfos.

Figur und Gewicht

Bei Mama. Letztens hab ich mal mit anderen Mamas geplaudert und dann waren sich die anderen beiden sehr einig, dass figurtechnisch nach den Kindern „nichts mehr so ist wie früher“. Dem kann ich gar nicht zustimmen. Ich bin sehr zufrieden, wie sich alles entwickelt hat. Meine Figur ist definitiv besser als noch vor der ersten Schwangerschaft und auch wenn sie nicht perfekt ist, habe ich mich selten so wohl in meiner Haut gefühlt. Meine letzte Weight Watchers-Abwaage war bei 60,3 kg. Ich bin also schon seit Dezember wieder im Zielgewicht und (genau weiß ichs jetzt nicht auswendig) auf ca. +1kg Vor-Schwangerschafts-Gewicht.

Beim Kind. Ich lasse Emma einmal im Monat wiegen und messen und auch ihre Entwicklung ist sehr zufriedenstellend. Ihre Figur zeichnet sich durch zahlreiche wohlproportionierte Babyspeckringe aus, in denen sie ihre gut 8 kg einlagert. Größe und Gewicht liegen leicht über dem Durchschnitt – wir brauchen uns also in dieser Hinsicht gar keine Gedanken zu machen.

Essen und Trinken

Bei Mama. Der Süßigkeitenkonsum bleibt weiterhin hoch. Die guten Abnahmen bestärken mein Gewissen leider auch nicht besonders darin, etwas daran zu ändern. Ich sag mir immer, dass ich die Bremse spätestens dann ziehen muss, wenn ich zu stillen aufhöre und mein Grundumsatz wieder geringer ist. Ich werde also weiterstillen müssen bis Emma auszieht… Ansonsten ist mein Bestreben sicher dahingehend, dass ich abwechslungsreich koche und auch mal was Neues ausprobiere. Ich versuche mich daran, besser vorauszuplanen, damit ich mir nicht jeden Tag um Zwölf, wenn mir der Magen zu knurren anfängt, überlegen muss, was ich denn eigentlich kochen will. Weil so hab ich nie Lust zu kochen. Bei den Essensplanungen gibt es allerdings noch genug Luft nach oben, muss ich zugeben. Aber Übung macht den Meister, oder?

Beim Kind. Ich habe bei Emma mit der B(r)eikost erst mit fast sechs Monaten begonnen, wo mich schon viele gefragt haben, ob sie schon etwas anderes als Muttermilch bekommt. Ich dachte mir diesmal wirklich, wieso früher beginnen? Man gewinnt doch nichts dadurch, dass man früher mit der Beikost startet, wenn mit dem Stillen alles so gut läuft. Ich habe auch diese Artikel zur Beikost und zu Baby-led weaning gelesen, die mich darin bestärkt haben, mir weniger Sorgen zu machen, als bei Mattias. Wobei ja gesagt sein muss, dass er eh sehr unproblematisch war, aber man findet ja auch ohne Probleme immer wieder was, das man hinterfragen kann, ob man es denn richtig macht. Bisher läuft es auch gut. Emma hat mal mehr, mal weniger Hunger bzw. Lust auf das was ich ihr vorsetze. Meistens futtert sie nur kleine Mengen, aber das ist ja auch okay. Dafür fährt sie absolut auf Brot ab. Leider hab ich meistens gar nicht so viele Scherzl zur Verfügung wie sie gerne abnagen würde.

Schlafen und Wachen

Bei Mama. Ich war überrascht, über wieviele Monate ich eigentlich immer gut ausgeschlafen war, trotz Stillens in der Nacht und dem Gast im Bett, der zwar klein ist, aber manchmal echt viel Platz für sich beansprucht. Seit kurzem schlafe ich aber nicht mehr so gut. Schön langsam wünsche ich mir meine Betthälfte wieder für mich allein zurück und ich hätte gerne wieder weniger Schlafunterbrechungen als in den letzten Nächten, damit ich mich am Morgen nicht müder fühle als beim Schlafengehen.

Beim Kind. Emma hat ihren Schlafrhythmus glücklicherweise schon etwas mehr an den unseren angepasst. Über lange Wochen hinweg hat sie ihren Nachtschlaf nicht vor Mitternacht beginnen wollen und dafür den ganzen Vormittag verschlafen. Einen praktischen Tagesrhythmus haben wir leider noch nicht etabliert. Das einzige, das fix ist, ist dass sie um 8 Uhr morgens ziemlich pünktlich aufwacht. In der Nacht will sie oft gestillt werden und manche Male davon merke ich, dass sie wirklich keinen Hunger hat, sondern am Busen einschlafen will. Wie sie es halt gewohnt ist… Wollte ich das nicht eigentlich beim zweiten Kind anders machen?! Ähm… naja, das wär dann wohl glatt schiefgegangen. Plan ist also, dass sie lernt alleine einzuschlafen, ohne meiner körperlichen Anwesenheit. Die Geschichte kommt euch sicher bekannt vor. Jedoch finde ich es beim zweiten Kind noch schwieriger den Tag „strikt“ durchzuplanen, das ist mir ja beim ersten auch schon nicht gerade leicht gefallen. Aber ich hoffe natürlich auf das selbe positive Endergebnis!

Stimmung

Bei Mama. Die Gesamtstimmung steht auf gut bis sehr gut. Es gibt eben bessere und schlechtere Tage (vor allem was die Müdigkeit-Gedulds-Korrelation angeht), aber ich fühle mich wohl und habe nur sehr wenig Grund für ernsthafte Beschwerden (ein bisschen Sudern könnte man ja immer). Einen Großteil tragen dazu die im Haus ansässigen Großeltern bei, die mir die Kinder immer wieder mal abnehmen bzw. mein Mann, der sich neben der Arbeit sehr vorbildhaft am Haushalt und der Versorgung der Kids beteiligt. Also, ich könnte mich nicht nur nicht beschweren und ich dürfte mich wohl auch nicht beschweren ;). Dass die Kinder jetzt am Abend halbwegs brav schlafen tut auch unserer Ehe merklich gut. Sich ungestresst unterhalten zu können ohne durch die Anliegen anderer ständig unterbrochen zu werden habe ich sehr zu schätzen gelernt. Es kommt einem nicht so spektakulär vor, aber es ist wichtig das Gespräch miteinander zu pflegen und das kann man meiner Meinung am besten spontan. Für ein gutes Gespräch kann man kein Date ausmachen. Man hat es oder man hat es eben nicht. Es haben zu können setzt voraus, dass man Möglichkeit und Lust hat sich etwas zu erzählen.

Beim Kind. Emma ist ein kleiner Sonnenschein. Sie lächelt immer gleich und kocht damit natürlich alle um sich ein. Sie konnte es mir natürlich nicht persönlich sagen, aber ich habe den Eindruck sie ist ein durchwegs zufriedenes Kind. Und ist das Kind zufrieden, sind auch die Eltern zufrieden – eh klar!


Wer sich für die anderen Beiträge meiner „alle 3 Monate“-Reihen interessiert, findet hier nochmal alle in chronologischer Reihenfolge:

Mattias → 3 Monate ♥ 6 Monate ♥ 9 Monate  ♥  18 Monate
Emma → Das erste Drittel ♥ Das zweite Drittel ♥ Das dritte Drittel ♥ Geburt ♥ 3 Monate

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