6 Lieblingsspielzeuge eines Einjährigen

Geschenkideen für Einjährige

In Wirklichkeit braucht ein kleines Kind nicht viele Spielzeuge, denn auch viele andere Dinge des Alltags qualifizieren sich zum Spielen. Bei uns gehören Küchenutensilien wie Plastikdosen oder Schneebesen genauso zum Repertoire, wie leere Schachteln (am besten mit einem Fenster) oder Küchenpapierrollen. Oft sind das die Sachen, mit denen sich der Sohnemann ewig beschäftigen will. Aber auch bei den „echten“ Spielzeugen gibt es welche, die sich bewährt haben. Wenn ihr also auf der Suche nach einem Geschenk für einen kleinen Menschen seid, könnten euch diese Empfehlungen eine Inspiration sein.

Ich denke ab 8 Monaten kann mit den vorgeschlagenen Spielzeugen jedes Kind schon etwas anfangen. Erprobterweise sind diese Vorschläge interessant bis 16 Monate, darüber hinaus kann ich noch nichts berichten. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Vorlieben sich so abrupt ändern werden. Die Reihenfolge ist übrigens ganz willkürlich – kein Ranking.

1. Lego Duplo

Duplo

Duplo ist bei uns zuhause das Spielzeug überhaupt. Vielleicht ist das erblich, weil auch mein Bruder und ich waren schon begeisterte Duplospieler. Irgendwann waren wir dann doch zu alt dafür und es war jahrelang am Dachboden verstaut. Wie der Junior vielleicht so 8 Monate alt war hab ich es dann wieder ins aktive Spielleben berufen. Er hat natürlich noch nichts bauen können damit, aber man kann die Steine ja auch super inspizieren, ablecken, Fingerchen in die Löcher stecken, etc. Was das Babyherz halt so begehrt.

Wir haben eine große Kiste mit verschiedensten Steinen, Figuren, Wandteilen, Fenstern, Einrichtungsgegenständen, Autos und Platten. Wie wir damit spielen verändert sich ständig weiter. Es gab die Phase wo einfach jedes Teil für sich interessant war. Dann haben wir eine Zeit lang kleine Häuschen gebaut, in denen die Männchen durch Türen und Fenster reingesteckt worden sind. Irgendwann kamen dann Türme. Manchmal sind die Autos interessant, und momentan spielen wir meistens „Puzzle“. Da bauen ich einfach irgendwie ein paar Steine auf die große Grundplatte und Junior füllt dann die Lücken dazwischen aus.

Duplo
„Puzzlebauen“ ist ein Spaß der jetzt schon Wochen anhält.

Duplo finde ich super, weil es eben so viele Spielmöglichkeiten bietet und über Monate und Jahre hinweg interessant bleibt. Für die Kleinen ist das bauen mit den Noppensteinen auch leichter, weil sie nicht so leicht wegrutschen wie zum Beispiel Holzbausteine. Überhaupt ist Duplo super-robust (kann man sogar in der Waschmaschine waschen) und ist wirklich eine Investition für Generationen. Da es so viele verschiedene Sets gibt kann man die Ausstattung auch nach Interesse des Kindes oder dem Alter erweitern. Dabei kann es sich lohnen über die Grenzen von Lego selbst zu schauen. Es gibt mittlerweile Duplo-kompatible Bausteine, die den Originalen zum Verwechseln ähnlich sind und preislich interessant sein könnten für all jene denen das Original zu teuer ist. Außerdem haben die alternativen Hersteller auch andere interessante Bausteinerweiterungen im Sortiment, die es bei Lego nicht gibt (zB die Kugelbahn von Hubelino).

 

2. OBall

O-Ball

Wie viele Babys hatte unser Sohn einen OBall unter seinen ersten Greifspielzeugen. Zu diesem Zeitpunkt hat mir dieser Ball vor allem getaugt, weil man ihn so leicht irgendwo anhängen kann, damit er nicht aus dem Kinderwagen oder der Babyschale fällt. Wir hatten auch mal eine Schnur über die Breite unseres Esstisches gespannt an dem der OBall befestigt war, damit wir uns während des Essens nicht alle fünf Sekunden bücken mussten um Spielzeug aufzuheben.

Mittlerweile dient der OBall oft als Geschicklichkeitsspiel. Meist in Kombination mit ein paar zusammengesammelten Korken. Die stecken wir rein, oder fischen sie wieder raus – je nachdem. Durch die verschieden großen Löcher gehen die größeren Korken aber nicht einfach bei jedem Loch rein oder raus. Wär ja fad.

O-Ball

Den OBall nehme ich auch gerne mit wenn wir wo auf Besuch sind oder auf Urlaub fahren. Er lässt sich auch in eine ziemlich volle Tasche noch reinquetschen und trägt gewichtsmäßig nicht auf. Das Gewicht ist auch beim eigentlichen Ballspielen ein Vorteil. Wenn die ersten grobmotorischen Wurfversuche nämlich in die falsche Richtung gehen, kann man mit so einem leichten Ball nicht so schnell was umschießen.

Es gibt übrigens auch eine etwas größere Variante des klassischen 10cm-Balls. Das ist vielleicht für größere Babys/angehende Kleinkinder eine Option.

 

3. Sortierball

Tupperware Sortierball
Bleiben wir gleich bei Bällen und vor allem bei Klassikern: Dem Sortierball. Obwohl ein Sortierspiel natürlich auch jede andere erdenkliche Form haben kann. Wir haben den Sortierball „Shape-O“ von Tupperware. Ich hätte ihn mir höchstwahrscheinlich nie gekauft, weil er sicher recht teuer ist, aber ich hatte das Glück ihn bei einem Preisausschreiben zu gewinnen. Ich denke es ist aber auch gar nicht so wichtig, von welcher Firma er ist oder aus welchem Material – das Sortierspiel ist ein Klassiker, der Spaß macht und gleichzeitig feinmotorische und kognitive Fähigkeiten trainiert.

Tupperware Sortierball

Worauf man beim Kauf achten könnte, ist die Form der Formen. Hört sich das nicht verwirrend an? Was ich meine ist, dass man eine Form nur in das passende Loch stecken kann. Wenn die Formen zB von der Größe her sehr unterschiedlich sind, dann kann man leicht schummeln indem man kleine Steine durch große Löcher schmeißt. Das haben die Kleinen sehr schnell heraus, dass man sich das Leben so leichter macht 😉

 

4. Fisher-Price BadeeimerchenBadeeimerchen

Die Badeeimerchen waren ein Geschenk von einer Freundin, deren Kinder auch auf die lustigen kleinen Kübel mit den verschiedenen Löchern stehen. Der eine Kübel „spuckt“, einer hat Löcher im Boden und der dritte gießt, wie eine Kanne. Für den Junior sind sie zu einem beliebten Badespielzeug geworden und ich bediene mich ihrer Hilfe gerne zum Haarewaschen.

Badeeimerchen

 

5. Lernspaß Smartphone

Smartphone

Meine Begeisterung für batteriebetriebene Spielzeuge die Geräusche machen hält sich gewöhnlich sehr in Grenzen, weil sie mir innerhalb kürzester Zeit den Nerv rauben (können). Insofern wäre das Fisher Price Lernspaß Smartphone sicher kein Spielzeug gewesen, das ich selber ausgesucht hätte. Aber es hat mich mittlerweile überzeugt – unter anderem weil mich die Töne noch nicht zur Weißglut getrieben haben. Wenn man auf die Tasten drückt sagt die Stimme entweder die gedrückte Zahl an oder (meist passend zur dargestellten „App“) ertönt ein kurzer Satz oder ein Lied. Die Stimme ist glücklicherweise nicht total nervig, die Sprachqualität gut und die Liedchen kurz und vor allem nicht so laut. Aber wohl wichtiger als dass das Spielzeug mir gefällt ist, dass es beim Sohnemann gut ankommt. Ihm gefällt es „düt“ zu machen (sprich: Tasten zu drücken) und manchmal versucht er auch nachzusprechen was die Stimme sagt oder ahmt die Melodien nach. Und da es ein Telefon ist hält er es sich natürlich auch ans Ohr und sagt „Allo“.

Smartphone

Was weiters überzeugt ist die Robustheit des Smartphones. Es fällt ständig mal runter, aber lässt sich nichts anmerken. Zudem ist es auch ein Spielzeug, das ich gerne für unterwegs mitnehme, weil es so handlich ist.

 

6. Motorikschleife

Motorikschleife

Zu guter Letzt kommt noch ein Klassiker: Die Motorikschleife. Die sieht man oft in Kinderspielecken und Wartebereichen. Egal ob beim Arzt, im Gasthaus oder direkt bei IKEA am Ausstellungsregal: An welchen motorikschleifenbestückten Ort wir auch kommen, will unser Kind Holzperlen auf gebogenen Metallstäben hin- und herschieben. Seit seinem Geburtstag haben wir auch eine Motorikschleife zuhause, die in reger Verwendung ist. Die Faszination – die ich nicht (mehr) ganz nachvollziehen kann – ist trotz fast täglicher Benutzung ungebrochen.

Motorikschleife

Motorikschleifen gibt es in ganz vielen verschiedenen Varianten und Größen. Unsere ist übrigens von Eichhorn, falls es jemand wissen will. Das Safari-Thema find ich persönlich recht ansprechend, aber ich glaube nicht, dass das den Spielspaß wesentlich beeinflusst.

 

Somit bin ich am Ende unserer Liste angelangt. Jetzt wisst ihr, was wir den lieben langen Tag so spielen. Die Empfehlungen sind natürlich persönlicher Natur. Andere Kinder interessieren sich für andere Sachen und ich kann klarerweise nur die Dinge vorstellen, die wir kennen.

Gibt/Gab es bei euch zuhause auch vielbespielte Lieblingsspielzeuge? Ich freue mich über Anregungen – Weihnachten kommt sicher wieder früher als gedacht 😉

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