3 Monate, die Zweite.

Drei Monate sind um. Aus historischen Gründen muss ich da ja fast drüber schreiben, hab ich ja beim Sohnemann auch gemacht. Zu erzählen gibt’s beim zweiten Kind ganz andere Dinge als beim ersten. Schon alleine, dass ich das letzte Mal geschreiben habe „Drei Monate sind vorbeigehuscht“. Das kam mir dieses Mal alles gar nicht derartig schnell vor. Komisch eigentlich. Vielleicht weil manche Punkte über die ich resümmiert habe, diesmal viel schneller in Richtung „Ursprungszustand“ zurückgekehrt sind. 

Um richtig vergleichen zu können, bleib ich aber erstmal bei den Punkten, die ich in meinem ersten Post-Schwangerschafts-Fazit auch beschrieben habe.

Gewicht. Dieses Mal hab ich nicht ganz so viel zugenommen in der Schwangerschaft. Ich glaub‘ es waren so ca. 16 Kilo. Genau hab ich’s mir nicht angeschaut. Es war jedenfalls verwunderlich, ob des zügellosen Essverhaltens bei dem ich jeden figurtechnischen Kniff, den ich bei Weight Watchers erlernt habe, über Bord geworfen habe. Da mir diese Fresserei irgendwie selber auf die Nerven ging, habe ich vor sechs Wochen wieder mit Weight Watchers angefangen. Als Dauermitglied sind ja die ersten drei Monate nach der Schwangerschaft kostenlos, deswegen dachte ich mir ich fang mal ganz gechillt wieder an. Mit 66,9 Kilo bin ich gestartet und Stand vor einer Woche war 64,3 Kilo. Die Richtung passt also und ich hoffe, dass ich spätestens zum 9-Monats-Blogpost wieder meine 60 kg erreicht habe.

Bauch. Da gibt es dieses Mal viel weniger zu berichten. Hatte keine Linea Negra und hab auch keine neuen Schwangerschaftsstreifen dazu gekriegt. Mein Bauch ist schwabbelig wie immer und ich glaube die 4 Kilo plus sind hauptsächlich hier angelegt. Verbessern will ich ja gerne meine Bauchmuskeln, weil die meiner Figur sicher guttun würden und ich immer noch eine Rektusdiastase (= Spalte zwischen den geraden Bauchmuskeln) von gut einem Finger breit habe. Dazu sollte ich wohl mal mit Übungen anfangen… achherrje.

Brust. Weiß ich gar nicht was ich dazu sagen könnte. Ich stille zur Zeit noch immer voll und es gibt nichts bemerkenswertes zu vermelden.

Figur. Da bin ich diesmal wirklich gut dabei. Bis auf die ganz engen Sachen passt wieder alles aus dem altbewährtem Kleiderschranksortiment. Es gibt also keinen Grund zur Beschwerde und mit den unter „Gewicht“ beschriebenen Maßnahmen sollten bald auch die ganz figurnahen Zwirne wieder gut aussehen.

Hände und Füße. In der ersten Schwangerschaft hatte ich zum Schluss echt viel Wasser in den Beinen, aber das war nach ein paar Tagen alles wieder normal. Dieses Mal hatte ich das nicht so schlimm bzw. hatte ich es zumindest nicht überall. Hauptsächlich war mein linker Fuß betroffen – der musste dafür aber auch noch ein paar Wochen nach der Geburt leiden. Und ich sag euch: Es ist wirklich blöd, wenn man so dicke Füße bekommt, aber noch blöder finde ich wenn nur einer so ist. Das ist so ein grässliches Gefühl der Ungleichheit. Gut, dass es wieder weg ist!

Gesicht. Diesmal habe ich keine Hautveränderungen bemerkt. Verlier im Moment nur ziemlich viele Haare.

Fitness. Die Geburt war ja viel einfacher als die erste und das hat sich im Positiven auch körperlich bemerkbar gemacht, finde ich. Beim Sohnemann kam ich mir deutlich ausgeleierter vor als jetzt bei der Tochter. Im Krankenhaus gibt es einen kostenlosen Rückbildungskurs zu dem ich mich angemeldet habe. Der würde mir mehr bringen, wenn ich die Übungen auch wirklich machen würde. Zumindest denke ich ab und zu an meinen Beckenboden und aktiviere den dann wiedermal. Beim Sohnemann bin ich auch viel öfter mit dem Kinderwagen unterwegs gewesen, das geht mir schon ein wenig ab. Aber wenn ich zu meinem Zweieinhalbjährigen sagen „Geh‘ ma Spazieren?“ und er sofort „NEEEEIN!“ kreischt, dann könnt ihr euch vorstellen, wie begeistert er ist. Mittlerweile geht er zwar, wenn er dann mal geht, recht brav, aber so den Spaziergeh-Groove haben wir noch nicht gefunden.

Unten. Wie auch beim letzten Mal hatte ich keine Geburtsverletzungen und weil sie die Austreibungsphase diesmal auch nicht stundenlang hingezogen hat, konnte ich am Tag danach schon wieder ganz gut aufrecht sitzen. Ich kann keine Veränderungen beklagen, aber nichtsdestotrotz möchte ich generell besser auf meinen Beckenboden achten, um auch zukünftigen Problemen vorzubeugen. Der Beckenboden ist nämlich ganz schön wichtig, aber er wird meines Erachtens wenig thematisiert (zumindest wenn man nicht Schwanger ist). Ihr könnt ja mal googeln 😉

So, das wären die Punkte. Wenn euch noch irgendwas interessiert, dann fragt mich einfach in den Kommentaren!

Und das Baby?

Unsere Prinzessin entwickelt sich auch ganz prächtig. Dass sie gut genährt ist, ist nicht zu übersehen. Sie schaut auch gut darauf, dass die Mahlzeiten zeitnah zu ihrem Erwachen oder Gusto serviert werden. Ihr Mittel zum Zweck ist dabei eine kräftige Stimme. Sie könnte eventuell mal Opernsängerin werden, dann an Stimmvolumen fehlt es ihr nicht. Ich muss aufpassen, dass sie mir nicht öfter direkt ins Ohr schreit, wenn ich sie trage, sonst bin ich sicher taub bis sie so alt ist, dass sie sich anders (bzw. leiser) mitteilen könnte. Aber süß ist sie. Zuckersüß… selbst wenn man eigentlich zu den Leuten gehört hat, die nicht immer alles in Superlativen kommentieren… als Eltern wird man so. Man sieht seine Kinder an und denkt sich Blödsinn wie: „Du bist so lieb, am liebsten würd ich dich fressen!!!“. Zumindest wenn sie nicht grad mit einem Trotzanfall beschäftigt sind oder die Windel bis zum Himmel stinkt. Diese Verrücktheit hat sich die Natur ja ganz gut ausgedacht. Alles ganz normal.

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