18 Monate – oder: Dauermitglied!

Da meine Postschwangerschafts-Updates sehr großen Anklang gefunden haben, komme ich fast nicht darum herum, diesen Beitrag unter den Titel “18 Monate” zu stellen, obwohl ich nicht mehr auf alle Punkte der vorherigen Posts eingehen werde. Veranlassung hier wiedermal eine Statusmeldung zu verfassen gibt mein kürzlich erworbener Status als Dauermitglied bei Weight Watchers.

Bei Vielen, denen ich erzählt habe, dass ich zu Weight Watchers gehe hab ich zu allererst einen Blick geerntet, den ich mal irgendwo zwischen “Aha!” und “WAAASS!?” interpretiert hätte. Einige meinten auch “Was willst DU denn abnehmen?” Gut, ich war jetzt vielleicht nicht klassisch übergewichtig, aber ich will ja auch nicht darauf warten, dass bis dieser Fall eintritt. Und es ging mir nicht nur darum abzuspecken, sondern zu lernen, auf was es bei gesunder, ausgewogener Ernährung ankommt. Gerade in der Phase, wo ich mit Weight Watchers begonnen habe, hat ja der Sohnemann immer mehr begonnen mit uns mitzuessen und den wollte und will ich ja auch gut ernähren. Diese Skills hätte ich mir theoretisch sicher auch im Eigenstudium aneignen können, aber das wäre in der Praxis wahrscheinlich nicht passiert. Diese Woche bin ich WW-Dauermitglied geworden. Das heißt ich habe mein Zielgewicht erreicht und habe es sechs Wochen lang gehalten. Zeit für ein persönlich-körperliches Resümee!

Gewicht. Seit Ende Februar habe ich mich um 13 Kilo erleichtert. Ich habe quasi meinen ganzen Sohn abgenommen (der wiegt momentan ungefähr soviel). Wenn ich den herumtrage verstehe ich erst, was das wirklich bedeutet, diesen zusätzlichen Ballast herumzuschleppen. Wirklich schockierend ist es für mich, wenn ich mir überlege, dass ich am Ende der Schwangerschaft gut 30 Kilo mehr hatte als jetzt. Unvorstellbar.

Figur/Bauch. Die figürliche Veränderung ist eigentlich die größte Überraschung gewesen bei der ganzen Aktion. Ich hab mir nicht gedacht, dass ich im Endergebnis soo schlank sein werde. Und ich hab mich in dieser Abnahmezeit auch länger nicht als so dünn wahrgenommen. Ich hatte dazu so ein Schlüsselerlebnis: Ich war in einem Restaurant bei dem die Toilette im Keller war und die ganze Wand gegenüber der Treppe war ein riesiger Spiegel. Wie ich da so runtergehe, sehe ich natürlich zuerst meine Beine in der Spiegelung und ich war irgendwie optisch verwirrt; dachte mir zuerst, da ist gegenüber auch noch eine Treppe bei der jemand runtergeht. Bis dann der Moment gekommen ist, in dem mir klar wurde: Das bin ich! Tatsächlich habe ich gut 8cm an Oberschenkelumfang verloren (also an jedem, nicht an beiden gemeinsam ;)). Und bäm, das und allgemein zwei Kleidergrößen weniger machen einen mords Unterschied. Eine Bikinifigur ist es trotzdem (noch) nicht geworden – dazu ist mein Bauch einfach zu komisch geformt (echt jetzt!). Aber mit dieser Badeanzugfigur wie sie jetzt ist, lebe ich sehr gerne!

Brust. Leidtragender der figürlichen Verkleinerung ist meine Oberweite. Und somit indirekt mein Mann, haha. Spaß beiseite, mein Busen ist echt geschrumpft, aber wie vor 9 Monaten schon erwähnt, hat sich halt allgemein die Form verändert. C’est la vie.

Fitness. Ja, die Fitness hinkt meinen ganzen rein figürlichen Erfolgen immer noch weit hinterher. Im Frühling war ich ein recht fleißiger Geher, aber über den Sommer hinweg hat meine Motivation, sowie die “Im-Wagerl-Sitz-Freude” meines Jünglings einen Tiefpunkt erfahren. Wobei das Hauptproblem ehrlicherweise dann doch die Motivation war. Dabei wäre es gerade für meine Beckenprobleme sehr von Vorteil, wenn ich meine kaum vorhandenen Bauch- und Rückenmuskeln ein wenig fordern würde. Gerade an diesem Punkt frage ich mich selber oft: “Warum tust du es nicht einfach? Es geht um die eigene Gesundheit!”. Und trotzdem…

Das ist wahrscheinlich wie mit Rauchern, die genau wissen, dass sie Lungenkrebs bekommen können und sich trotzdem die Nächste anzünden. Mein erklärtes nächstes Ziel nach der figürlichen Veränderung ist also regelmäßig Bewegung zu machen. Sport will ich es an dieser Stelle noch gar nicht nennen. Ich denke dabei auch an meine Physiotherapeutin, bei der ich zwischenzeitlich wiedermal war und die gemeint hat, die aktiven Muskeln würden auch meinen übriggebliebenen Babybauch schmelzen lassen… Ich hab sie darüber aufgeklärt, dass mein Bauch schon immer diese eigenartige Form hatte, auch vor der Schwangerschaft. Aber auch wenn sie sich bezüglich der Bauchherkunft geirrt hat gedenke ich nichtsdestotrotz ihrer weisen Worte, wenn ich’s mal wieder lieber gemütlich hätte anstatt sportlich. Vielleicht wird die Badeanzug-Figur doch noch irgendwann eine Bikini-Figur…. der der Weg dorthin wird noch lang und steinig, befürchte ich.


Dieser Post ist Teil einer Serie. Hier findest du die vorherigen Beitrage:
3 Monate, 6 Monate, 9 Monate

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2 thoughts on “18 Monate – oder: Dauermitglied!

  1. Du kannst so stolz auf dich sein, dass du das geschafft hast! In dieser Hinsicht bist du mein “konkret-krasses-Vorbild”! 🙂
    Vielleicht hol ich mir mal ein paar Tipps von dir, wenn ich darf!

    Alles Liebe!

    1. Hey – sorry, ich hab deinen Kommentar erst jetzt entdeckt! Welche eine Ehre ein konkret-krasses-Vorbild zu sein! 🙂
      Hoffe wir sehn uns bald wiedermal!

Kommentare