Stilltee im Geschmackstest

Stilltee mit Stubenwagen im Hintergrund

Wer mich kennt, weiß, dass ich leidenschaftliche Teetrinkerin bin. Ich habe zuhause eine ganz ansehnliche Auswahl verschiedenster Sorten, aus der ich mich je nach Gemütslage ein Tässchen zubereite. Okay – Tässchen ist vielleicht etwas untertrieben. Eher Tassen, vorzugsweise ziemlich große Tassen. Und obwohl ich soviel Auswahl habe, gibt es trotzdem immer die Lieblingssorten, zu denen man besonders oft greift.

Anlässlich meiner Schwangerschaft sind auch ein paar neue “Kombinationen” in mein Teeregal eingezogen. Nachdem der Schwangerschaftstee jetzt geschmacklich nicht unbedingt der Burner war und der Wehentee irritierend, weil er irgendwie doch nach Weihnachten schmeckt und es ja April war, bin ich vom Stilltee positiv überrascht. Und wie es der Zufall, haufenweise Produktproben, die ich vom Frauenarzt bekommen habe, und die Freundin, die mir ihre Reste vererbt, so wollen, stehen mir momentan sogar drei verschiedene Sorten zur Verfügung. Wie auch bei den anderen Tees, die ich habe, hat sich hier ein geschmacklicher Favorit herauskristallisiert. Diese Tees rangen um diesen Titel:

Drei Sorten Stilltee im Test

Weleda Stilltee
Bockshornkleesamen, Anisfrüchte, Fenchelfrüchte, Kümmelfrüchte, Zitronenverbenenblätter (15%)

Herstellerwebsite

HiPP Mama Bio-Stilltee
Anis, Fenchel, Kümmel, Zitronengras, Zitronenmelisse

Herstellerwerbsite

babylove Mama Bio Stilltee
dm-Eigenmarke
Anis, Fenchel, Kümmel, Melisse, Zitronenverbene

Herstellerwebsite

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe verrät, dass sie gar nicht so unterschiedlich schmecken können, denn Anis, Fenchel und Kümmel ist in allen drinnen. Einzig beim Weleda Stilltee ist Bockshornkleesamen der größte Bestandteil. Ich gehe deshalb davon aus, dass dieser auch für den “krautig-gesunden” Geschmack verantwortlich ist, der mir nicht besonders zugesagt hat. Und obwohl der HiPP- und der babylove-Tee wirklich ähnlich sind, hat doch der von HiPP das Rennen gemacht. Ich finde ihn richtig süffig – den könnte ich auch ohne stillen trinken.

Goldig leckerer HiPP Mama Bio-Stilltee

Die einzige Frage, die offen bleibt: Was bringt Stilltee wirklich? Belege, dass dadurch mehr Muttermilch gebildet wird, gibt es ja (angeblich) keine. Mein Glauben an die Wirksamkeit von Tees zu irgendwelchen Beschwerden ist auch begrenzt, gebe ich zu. Aber da ich sowieso Tee trinken würde, kann es auch ebensogut ein Schwangerschafts-, Wehen- oder Stilltee sein. Hilft’s nicht – schadet’s nicht, wie wir so schön sagen.

Apropos schaden. Auf der Seite von Ökotest, deren Bewertungen ich ja immer wieder ganz interessant finde, gabs zu Milchbildungstees auch einen Test. Dabei sind sowohl der HiPP-Tee, als auch der babylove-Tee aus verschiedenen Gründen abgewertet worden. Das kann man finden, wie man will. Lieber wär’s mir natürlich, sie hätten nichts zum abwerten gehabt, aber wenn ich stattdessen anderen Tee trinke, weiß ich auch nicht was da alles drinnen ist. Somit bleibt für mich das Problem relativ und ich entschließe mich, die Tee’s weiter zu genießen.

Wäre interessant zu wissen und zu kosten, welche Tees bei Ökotest gewonnen haben. Der Weleda Stilltee hat 2013 ja zumindest ein “Sehr gut” bekommen, wie auf der Herstellerwebsite zu entnehmen. Aber die 4,99€ sind es mir momentan doch nicht wert zu investieren, um die kompletten Testergebnisse sehen zu können.

Wer mit mir dem Tee fröhnen möchte, kann dies jetzt auch über Instagram tun. Unter @tamarascuppatea habe ich vor, meine Tee-Erlebnisse mit der Welt zu teilen. Ich freue mich über Follower!

Angekommen

Den “Räumungsbescheid” schon erhalten hat sich das Baby im letzten Moment doch noch von selbst auf den Weg gemacht. Wenn ich jetzt dran denke, dass ich vor zwei Wochen um diese Zeit grad noch ein Nickerchen gemacht habe, bevor der ganze Spaß mit dem Wehentropf usw. losging, dann frag ich mich gerade wo die Zeit hingekommen ist. Gefühlsmäßig war das doch erst maximal vorgestern. Schmerzenstechnisch bin ich allerdings froh, dass es bereits in der Vergangenheit liegt. Ich will jetzt gar nicht breittreten, wie langs gedauert hat und wie unangenehm es war, weil ich den Eindruck habe, dass – mit wenigen Ausnahmen – die Geburten anderer Mütter immer noch ein bisschen länger und noch ein wenig schmerzhafter waren. Es liegt vielleicht in der Natur der Dinge, dass man sich in dieser Hinsicht immer auf die Dramatik bezieht.

Für meinen Teil wars jedenfalls unangenehm genug. Froh war ich, wie es dann doch endlich flutsch gemacht hat und er draußen war. Jetzt schau ich den kleinen Stupsi an, der gerade auf einem meiner Arme ein Schläfchen macht und mir das Tippen einigermaßen erschwert und frage mich, wie der überhaupt in meinen Bauch reingepasst hat. Wenn auch die Erzählungen zu Dramatik und Schmerzen einer Geburt immer etwas subjektiv sind, so hat jedoch eines gestimmt, das ich nie glauben konnte: Das Baby ist draußen, und die Schmerzen sind so gut wie weg. Wunder der Natur, würd ich sagen.

Für alles was danach kam, war ich froh zufällig mal den Artikel “20 Things I Wish Someone Had Told Me About Postpartum” auf Pinterest gefunden und gelesen zu haben. Nicht, dass die meisten Dinge überhaupt zugetroffen hätten – aber besser Bescheid wissen, so mein Motto. Das sind ja die Dinge, die dir keiner erzählt, oder erst dann wenn du schon entbunden hast. Aber für alle weniger angenehmen Dinge, die einen so ereilen, ist ein zahnloses Grinsen des kleinen Neuankömmlings meist die beste Medizin.

Neubeginn

Das ist ein Neubeginn! Keine Ahnung, ob das eine irgendwie gut geartete Idee ist in der 42. Schwangerschaftswoche einen Blog neu beleben zu wollen, aber wenn wenn Zeit und Wille im Einklang stehen, dann sollte man es zumindest probieren. Der Gedanke geht mir ja schon länger im Kopf um mit dem bloggen wieder anzufangen… oder eher: überhauptmal ernsthaft anzufangen, aber ich denke in meinem Kopf hab ich inzwischen so eine Wissenschaft daraus gemacht, dass ich immer das Gefühl hatte mein “Blogrezept” noch nicht gefunden zu haben. Über was schreiben? Muss man immer schöne Bilder posten? Wieviel persönliches überhaupt im Netz preisgeben?… Jetzt denk ich mir, ich lass das Denken mal beiseite und fang einfach an. Kein großer Plan, keine Versprechungen, keine Erwartungen – aber natürlich die besten Hoffnungen. Also ungefähr das selbe Konzept wie ich mir für die nächsten 18 Jahre (oder so) zurechtgelegt habe, für die Zeit nachdem unser Baby beschließt meinen Bauch zu verlassen und ein sozusagen “direktes” Zusammenleben mit uns zu beginnen. Mit der Zeit wird sich schon ergeben, was funktioniert und was nicht.